Didier Eribon
Gesellschaft als Urteil

Am Seitenende kannst Du Deine Meinung zu Gesellschaft als Urteil von Didier Eribon äußern!


Didier Eribon: Gesellschaft als UrteilSuhrkamp 2013 | Taschenbuch | 320 Seiten
OT: La société comme verdict (Fr)
Buch kaufen: Amazon
~ ausleihen: VÖBB


Inhaltsangabe zu Gesellschaft als Urteil von Didier Eribon:

Didier Eribons Rückkehr nach Reims gilt bereits heute als Klassiker der Zeitdiagnose. In seinem neuen Buch greift Eribon viele Themen des Vorgängers wieder auf und vertieft seine Überlegungen zu zentralen Fragen. Die Gesellschaft, so der französische Soziologe im Anschluss an Pierre Bourdieu, weist uns Plätze zu, sie spricht Urteile aus, denen wir uns nicht entziehen können, sie errichtet Grenzen und bringt Individuen und Gruppen in eine hierarchische Ordnung. Die Aufgabe des kritischen Denkens besteht darin, diese Herrschaftsmechanismen ans Licht zu bringen.
Zu diesem Zweck unternimmt Eribon den Versuch, die Analyse der Klassenverhältnisse sowie der Rolle zentraler Institutionen wie des Bildungssystems auf eine neue Grundlage zu stellen. Dabei widmet er sich auch Autorinnen und Autoren wie Simone de Beauvoir, Annie Ernaux, Assia Djebar und Jean-Paul Sartre sowie ihrem Einfluss auf seinen intellektuellen Werdegang. Nur indem wir uns den Determinismen stellen, die unser Leben regieren, können wir einer wahrhaft emanzipatorischen Politik den Weg bereiten.


Kritiker zu Gesellschaft als Urteil von Didier Eribon:

Rene Scheu (NZZ) findet keine neuen Erkenntnisse in diesem Buch. Es sei „zu heterogen, zu geschwätzig und zu selbstverliebt und damit trivial“.
Gerald Wagner (FAZ) bleibt nach dem Lesen des Buches etwas ratlos zurück, denn er könne dem Vorgänger kaum etwas Lesenswertes hinzufügen.
Den Soziologen Oliver Nachtwey (SZ) hingegen zieht dieses Buch mit seiner „berührenden, bisweilen ergreifenden“ Prosa in den Bann. Eribons Analyse, dass die Klassengesellschaft durch untergründiges Wissen, Riten, Codes und Konformitätsdruck aufrecht erhalten wird, sei einfach fabelhaft.
Auch Tania Martini (TAZ) hat Eribons Buch mit Gewinn gelesen. Der Autor habe sich aus dem soziologischen Jargon lösen können und analysiere außerdem treffend den sozialen Determinismus.
Cord Riechelmann (FASZ) äußert allerhöchste Anerkennung für die spannende Erkenntnis, dass sich Klassen und Herrschaftstechniken heutzutage zwar verändert, keineswegs aber aufgelöst hätten.
Alexander Camman (Zeit) meint, man müsse vor diesem Buch unbedingt die „Rückkehr nach Reims“ gelesen haben. Er lobt einerseits den charismatischen Stil und den Vergleich der Biografie S. de Beauvoires mit der seiner Großmutter. Andererseits sei Eribon zu wenig selbstreflexiv bezüglich seiner linken Überzeugungen.


Weitere schwule Werke von Didier Eribon:

  • Michel Foucault und seine Zeitgenossen • Sach 
    Info ⇐ ⇒ Kauf
  • Der Psychoanalyse entkommen • Sach 
    Info ⇐ ⇒ Kauf
  • Rückkehr nach Reims • Sach 
    Info ⇐ ⇒ Kauf
Cover   Cover   Cover  

Weitere Werke von Didier Eribon:

  • Das Nahe und das Ferne • Sach 
    Kauf
  • Grundlagen eines kritischen Denkens • Sach 
    Kauf
  • Michel Foucault. Eine Biographie • Sach 
    Kauf
Cover   Cover   Cover  

Die Literatunten sind eine Privatinitiative ohne Gewinnerzielungsabsicht. Die Website und die Veranstaltungen finanzieren wir aus der eigenen Tasche. Daher wäre es freundlich, wenn Du Deine Medienkäufe über die auf dieser Website veröffentlichten Links abwickelst. So geht ein kleiner Anteil des Kaufpreises an die Literatunten. Einfach, damit wir auch in Zukunft für Euch da sein können.



Trifft dieser Artikel Dein Interesse?
Dann interessieren sich sicher auch Deine Freund*innen dafür. Berichte in Deinem Netzwerk davon!

(Die LITERATUNTEN schützen Deine Privatsphäre: Die Seite stellt den Kontakt zu Deinem Netzwerk erst her, wenn Du auf den Netzwerk-Button klickst.)