Garrard Conley
Boy Erased

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Garrard Conley: Boy ErasedSecession 2016 | gebunden | 330 Seiten
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Inhaltsangabe zu Boy Erased von Garrard Conley:

Was bleibt, wenn einem alles genommen wird? Wenn eine Therapie sogar die Identität ausradiert soll? Wie erinnert man sich an die Zeit, in der man ausgelöscht werden sollte?
2004 in Arkansas im sogenannten Bible Belt der USA: Ein Bekannter outet den neunzehnjährigen Garrard Conley gegen seinen Willen vor den Eltern als homosexuell. Seit Jahren schon kämpft Conley gegen die Scham, die ihm als einzigem Sohn eines Baptistenpredigers eingeimpft ist. Er selbst ist tief verwurzelt in einer christlich-fundamentalistischen Gemeinde. In einer Gesellschaft, die die Bibel beim Wort nimmt. Die nichts duldet, was nicht der unabänderlichen Norm entspricht. Unvermittelt steht er vor der Entscheidung seines Lebens: Stimmt er einer Konversionstherapie zu? (Ein kirchliches Programm: In zwölf Schritten „heilt“ die „Therapie“ von Homosexualität, säubert unreine Triebe, festigt den Glauben und macht aus Schwulen Ex-Gays.) Oder riskiert er, seine Familie und seine Freunde zu verlieren? Und den Gott, zu dem er an jedem Tag seines Lebens gebetet hat? Soll er sein äußeres Leben auslöschen oder sein Inneres?
Garrard Conley spürt den komplexen Beziehungen von Familie, Glauben und Gemeinschaft nach. Er zeichnet dabei ein Bild von einem Amerika, mit dem wir heute mehr denn je konfrontiert sind. Doch Conley versucht dabei auch stets jene zu verstehen, die ihm aus gutem Glauben heraus so viel Schmerz zugefügt haben.
Wir frieren regelrecht angesichts der Kälte, mit der Fundamentalisten in den USA anderen ihre Ideologie überstülpen. Aber „Boy Erased“ ist auch ein Zeugnis der Liebe, die trotzdem überleben kann.


Hannah von „Queerbuch“ (https://queerbuch.wordpress.com/) zu Boy Erased von Garrard Conley:

„Boy Erased“ ist eine autobiografische Erzählung von Garrard Conley. Er lässt uns hautnah an seinen Erfahrungen mit einer Konversionstherapie teilhaben, die ihn von seiner Homosexualität heilen sollte. Der Schreibstil ist zwar sehr detailreich, aber dennoch eher distanziert. Das lässt darauf schließen, dass die angewandten Therapiemethoden auch heute noch starke Nachwirkungen haben und dass sie den »Patienten« jegliche Emotionen austreiben sollten. Sowohl in Deutschland als auch in weiten Teilen der Welt sind Konversationstherapien immer noch erlaubt, obwohl sie nachgewiesen erhebliche psychische Schäden hinterlassen.
(Wir danken Hannah für die freundliche Bereitstellung dieser Kurzkritik! Die vollständige Kritik findest Du auf ihrer Website „Queerbuch“ (https://queerbuch.wordpress.com/))


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