27.02.2019
Literatunten
Jossi Avni: Der Garten der toten Bäume

27.02.2019 Literatunten im FebruarAm 27.02.2019 laden wir Euch zu den Literatunten im Februar ein. Dabei diskutieren wir um 19:30 Uhr im Mann-O-Meter Jossi Avnis Roman „Der Garten der toten Bäume“. Ideal wäre es, wenn Ihr den Roman zuvor gelesen habt. Wir stellen ihn bei den Literatunten nicht noch einmal vor.

Mindest-Teilnehmerzahl
bei den Literatunten am 27.02.2019

Es gibt keine explizite Mitgliedschaft bei den Literatunten. Daher ist jeder Interessent herzlich eingeladen, jeder kann kommen. Ohne Terminzwang und ohne Ausschlüsse… Wir bitten Euch allerdings, uns bis spätestens zum 26.02.2019 um 12:00 Uhr auf Facebook, per WhatsApp (0176-62.64.50.18; bitte nicht anrufen und keine SMS!) oder per eMail Eure Teilnahme-Absicht mitzuteilen. Sollten sich nämlich weniger als zwei Teilnehmer ankündigen, werden wir die Veranstaltung kurzfristig absagen. Bevor Ihr losgeht, schaut daher besser noch einmal auf dieser Website oder bei Facebook nach, ob die Literatunten stattfinden.

Anmeldung für den 27.02.2019 per


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Inhalt von „Der Garten der toten Bäume“ von Jossi Avni:

„Viele einsame, durstige Menschen treiben sich dort wie blinde Falter zwischen den Bäumen herum. Wie oft habe ich mir geschworen, dass ich auch in den schwersten Augenblicken nicht mehr an diesen fürchterlichen Ort gehen werde, aber Wahnsinn und Lust haben mich besiegt. Ich laufe dort mit all diesen Menschen… die Sonnenbrille habe ich trotz der Dunkelheit auf. Dies ist ein Garten, in dem nichts wächst und gedeiht; es ist der Garten der toten Bäume.“ Eine Cruising-Area mitten in Tel Aviv. Jossi Avnis Beschreibungen und Metaphern sind stark. Er benutzt expressive Bilder mit orientalischer Ausdruckskraft, um bleibende Leseeindrücke zu hinterlassen. Er fasst Eindrücke in eine dichte, ja poetische Sprache und spielt mit dem Wechsel unterschiedlicher Erzählsituationen.

Schwules Selbstverständnis vs. jüdische Tradition

Der unter Pseudonym schreibende Autor schreibt von Jossi, einem schwulen Außenseiter der israelischen Gesellschaft. Jossi treibt die Sehnsucht; die unerfüllte Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit, die Suche nach der großen Liebe; und scheint sie greifbar zu sein, tritt ein Partner die Flucht an. Der Ausbruch und die Flucht des Jossi führen diesen nach Deutschland, wo er Widersprüchliches erlebt, sich selbst sogar bei der Bekanntschaft mit einem Landsmann als Grieche ausgibt.
Das 1995 in Israel veröffentlichte Erstlingswerk gliedert sich in zwei Teile. Im ersten Teil werden die einzelnen Geschichten durch Motive oder Themen verbunden, wodurch eine Art Entwicklungsroman entsteht. Im zweiten Teil stehen die Episoden für sich allein, sie werden hier zu Kurzgeschichten. Schreibt Avni im ersten Teil von der unerfüllten homosexuellen Liebe im heutigen Israel und der Angst vor Schmerzen, so mag man nicht recht glauben, dass jeder Schwule gleich empfindet. Die in einer Geschichte auf eine Kontaktanzeige gesammelten Briefe in einem Ordner mit der Aufschrift „Buch der Lügen“ könnten hier eventuell Aufschluss geben. Das Buch Avnis vermittelt jedoch sehr gut die innere Zerrissenheit, den Zwiespalt seiner Figuren und damit die Schwierigkeit des schwulen Selbstverständnisses mit der jüdischen Tradition. –Mathias Mahler

Service

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