Wolfgang T. Wallenda „Schneespuren gibt es nicht“

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Himmelstürmer 2013 | Taschenbuch
282 Seiten | 15,90 €
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Dieses Buch gibt es für 13,99 € auch als eBook.
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Klappentext
Herbert „Berti“ Schmadtke und Konrad „Konny“ Wels sind ein liebenswertes, homosexuelles Paar. Das unfreiwillige Outing des Ladendetektivs Berti befördert ihn in die Arbeitslosigkeit und löst gleichzeitig ein Feuerwerk skurriler Ereignisse aus. Berti möchte fortan den Beruf des Privatdetektivs ausüben. Nach einer ungewöhnlichen Werbetour durch eine Arztpraxis sowie einen elitären Tennis-Club, entkommt das Paar nur aufgrund der Hilfe ihrer kuriosen Hausgemeinschaft einem Racheakt russischer Schlägertypen. Der Gewinn eines Preisausschreibens verspricht ein erholsames Wochenende in einem Ski-Hotel. Die Reise beginnt mit einer unvergesslichen Zugfahrt. Doch statt sich im Schlafwagen zu erholen, sorgen eine ausgeflippte Sekte sowie eine nympho-mane Zugbegleiterin für Furore. Endlich in München angekommen, muss das Paar feststellen, dass ihnen der Sekten-Guru ein Päckchen Kokain untergeschoben hat. Natürlich geraten sie in die Fänge eines außergewöhnlichen Polizisten. Nachdem ihre Unschuld bewiesen ist, setzen sie die Reise fort. Um den verpassten Bus einzuholen, steigen sie in ein Taxi. Damit schlittern sie in die ereignisreichste Fahrt ihres Lebens. Sie werden als Geiseln genommen, müssen eine Bank überfallen und kämpfen sich anschließend durch die winterliche bayerische Wildnis. Gemeinsam meistern die Freunde auch diese Hürden und erreichen letztend-lich doch noch das Ski-Hotel.Ein Schneesturm schneidet sie von der Außenwelt ab. Zeitgleich wird ein Hotelgast ermordet aufgefunden. Der selbst ernannte Privatdetektiv Berti steht vor seinem ersten großen Fall.
(Empfohlen von der „Siegessäule“ 4/2014)


Gerds Meinung
Ja, liebenswürdig sind die beiden Hauptfiguren des Romans. So weit so gut. Leider aber ist das Buch nicht sehr sorgfältig lektoriert. Es kommt immer mal wieder zu Wortdopplungen, machmal fehlen (zumindest beim eBook) Zeilenenden, dieser oder jener Schreibfehler ist stehen geblieben. Wenn der Autor es ausdrücklich nicht darauf abgesehen hat, einen literarisch ausgereiften Roman zu schreiben, wenn er also in dem Groschenromanschreiber Konrad Wels sich selbst porträtiert hat, dann hat er eine ganz passable Arbeit abgeliefert. Wenn man nicht weiter nachdenken will, das Buch sozusagen als Hintergrundbrummen für einen schläfrigen Strandkorb-Nachmittag nutzt, ist es durchaus lesbar. Das ändert aber nichts daran, dass die Story hahnebüchener Unsinn ist, Charaktere und Situationen klischeehaft, comicartig, meilenweit überzeichnet sind. Das funktioniert vielleicht als Vorabend-Serien-Schmonzette, vielleicht sogar als Kinofilm à la „Der bewegte Mann“. Aber bei weitem nicht als Agatha-Christie-Ersatz.
Fazit: Kann sein, muss nicht sein. Ist lesbar, mehr nicht.



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