Roland Brodbeck “Plötzlich Royal”

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 Roland Brodbeck “Plötzlich Royal”Querverlag 2012 | Taschenbuch
334 Seiten | 14,90 €
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Klappentext
Der Schweizer Student Sascha Burger weiß zwar, dass er der Urenkel der britischen Königin Elisabeth II. ist, doch wirklich ernst genommen hat er seine Familiengeschichte bisher nicht. Immerhin wurde sein Zweig vom königlichen Stammbaum abgesägt, da seine britische Mutter einen katholischen Schweizer Financier heiratete.Völlig unvorbereitet trifft ihn daher die Nachricht aus Großbritannien, er sei nun doch nicht aus der Thronfolgeliste gestrichen worden. Somit könnte Sascha nun theoretisch der übernächste britische König werden. Eine Audienz bei Sir Geoffrey von der royalen Prinzenaufsicht und sogar bei der Queen ist jetzt unausweichlich. Sascha und sein Lebenspartner Simon geraten in ein Kreuzfeuer zwischen konservativ-religiösen Monarchisten und Paparazzi, denn bei einer Institution wie dem britischen Adelsgeschlecht wundert es nicht, dass es erheblichen Widerstand aus vielen Richtungen gibt. Mit seinem Was-wäre-wenn-Szenario schafft Roland Brodbeck eine unerwartete und spannungsgeladene Situation, in der die Weltgeschichte völlig neu geschrieben werden müsste. Eins ist aber klar: The queen is not amused!


Gerds Meinung
Das Buch ist unterhaltsam, liest sich weg. Auch wenn für meine Begriffe die Figuren etwas blass bleiben, die Motivationen unscharf – der Plot macht neugierig. Was wäre, wenn ein Staatsoberhaupt ein süßer, noch etwas unreifer Jungschwuli wäre; wie reagieren die älteren, konservativen Staatsdiener; wie geht die Öffentlichkeit mit seiner sexuellen Orientierung um; wie verhalten sich befreundete, aber weniger liberale Staaten? Die Verwerfungen zwischen traditionellem Benehmen bei Hofe und dem lebenslustigen, linksliberalen, offen schwulen Partyanimal, das da plötzlich König ist, sind absurd und werden überwiegend in ihrer Problematik gezeigt. Brodbeck spielt all das bis zum bitteren Ende durch, stürzt alle ins – hoffentlich übertrieben imaginierte – Chaos und bietet am Ende doch einen Hoffnungsschimmer. Insofern ist es ein gutes Buch. Eines, das Defizite unserer Gesellschaft aufzeigt und eines, das uns allen zeigt, dass wir, jeder einzelne, selber etwas tun müssen, um frei zu sein und frei zu bleiben.



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