Paul Russell: Brackwasser

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Paul Russell: Brackwasser (Cover)Buch des Monats Januar 2018
Männerschwarm 2017 | Gebundenes Buch
256 Seiten | 24,00 €
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Inhalt von „Brackwasser“ von Paul Russell:

Poughkeepsie ist ein kleines Städtchen im nördlichen Speckgürtel von New York City. Hier betreibt Anatole Mitte der 80erjahre einen angesagten Friseursalon. Lydia ist als gescheiterte Existenz aus New York zurückgekehrt. Und Chris, der vor einer tragisch verlaufenen Beziehung nach Poughkeepsie geflüchtet ist, betreibt einen Plattenladen. Anatole und Lydia sind beide in Chris verliebt. Doch der lässt niemand an sich heran. Paul Russell erzählt nun davon, wie die drei Mittzwanziger versuchen, miteinander klarzukommen. Und wie der achtzehnjährige Leigh ihre beschauliche Dreisamkeit gehörig aufmischt.
„Im Einkaufszentrum an der Main Street von Poughkeepsie sitzt ein Junge. Damit fängt es an: Lydia und Anatole sehen, aus zwei verschiedenen Fenstern, den Jungen auf der Lehne einer Bank sitzen.“ Anatole verliebt sich am laufenden Band in hübsche Jungs. Also lässt er auch den „Jungen Gott des Einkaufszentrums“ bei sich wohnen. Ebenso wie der geheimnisvolle Besucher in Pasolinis „Teorema“ löst Leigh bei den drei Freunden tiefgreifende Veränderungen aus.

Vom Anfang unserer Alltagskultur

In der Mitte der 80erjahre war die Aufbruchsbewegung der Hippies zu einem abrupten Ende gekommen. Denn die Hoffnung auf ein liebevolles Zeitalter des Wassermanns war in Drogenrausch und Aidskrise ertrunken. Daher war die Zukunft war nicht länger der Fluchtpunkt weltverändernder Pläne. Sie war statt dessen eine gefährliche, von Krieg und Zerstörung geprägt Welt. Die in dieser Zeit aufwachsenden Generationen waren daher auf das Hier und Jetzt verwiesen. Ihre individuellen Wünsche und Ängste und das schwierige Miteinander in privaten Cliquen rückten fortan in den Mittelpunkt. So begannen die Menschen, sich in einer ewigen Gegenwart ohne verlockende Perspektiven einzurichten.
Wenn wir heute in diese Zeit zurückblicken, dann sehen wir die Anfänge einer Alltagskultur, die wir im 21. Jahrhundert perfektioniert haben.


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