Michael Cunningham „In die Nacht hinein“

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Michael Cunningham "In die Nacht hinein"Luchterhand 2010 | gebundenes Buch
314 Seiten | 19,99 €
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Klappentext
Was bleibt, wenn sich in der Mitte des Lebens plötzlich ganz neue Möglichkeiten auftun, die alles Bisherige in Frage stellen? In seinem neuen Roman begleitet Michael Cunningham ein verheiratetes Paar durch eine Zeit voller Verlockungen und Ängste. Und wie in seinem pulitzerpreisgekrönten Roman „Die Stunden“ huldigt er dem Rätsel des Lebens, der Mannigfaltigkeit der Welt und der Kraft der Liebe.Peter und Rebecca Harris, Mittvierziger aus Soho, Manhattan, haben beide Karriere in der Kunstwelt gemacht: er als Galerist, sie als Herausgeberin einer Kunstzeitschrift. Sie sind wohlhabend, ihre Tochter geht auf ein College in Boston, sie haben einen großen, interessanten Freundeskreis – ja, sie gehören zu den „happy few“ und haben allen Grund, glücklich zu sein. Da kommt Rebeccas wesentlich jüngerer Bruder Ethan zu Besuch, der ihr verwirrend ähnlich sieht. Ethan wird allgemein nur Missy genannt, ein Kosewort für „das Missgeschick „, weil seine Geburt alles andere als geplant war. Missy ist ein sehr gutaussehender und kluger junger Mann, aber er weiß nicht, was er aus seinem Leben machen soll und möchte mit Hilfe von Peter einmal die Welt der Kunst kennenlernen. Doch Missys Gegenwart verunsichert Peter zusehends; er hinterfragt plötzlich die Bedeutung seiner Künstler, den Wert seiner Arbeit und Karriere, seine Ehe – seine ganze sorgfältig aufgebaute Welt. Erst als er durch ein Fegefeuer der Versuchungen und Sinnkrisen gegangen ist, erkennt er, wie viel ihm sein bisheriges Leben, sein bisheriges Glück wirklich bedeuten.
[Anmerkung der Literatunten: Ethan hat reichlich Erfahrung  z. B. mit hetero- und schwulem Sex und Peter geht auch genau deswegen durch „ein Fegefeuer der Versuchungen…]


Kritikermeinungen
Christoph Schröder (SZ)
sieht durchaus die Bezüge zu Thomas Mann und seine strikt kontrollierten, homoerotischen Gefühle, meint aber, dass Cunningham dem Leser zu wenig zutraue und daher das Thema so übertreibe, dass schließlich alles Mystische und damit alles Literarische aus dem Buch verschwinde.
Margret Fetzer (F. A. Z.)
ist glücklich über die künstlerische Freiheit, die sich Cunningham erlaube, indem er sich bei James, Fitzgerald, Joyce und Mann bediene und daraus geschickt eine M-W-M-Dreiecksgeschichte bastele. Und richtig gut ins Deutsche übersetzt sei der Roman auch noch.



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