Matthew Griffin: Im Versteck

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Matthew Griffin: Im Versteck (Cover)Buch des Monats Oktober 2017
Männerschwarm 2016 | Gebundenes Buch
272 Seiten | 22,00 €
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Inhalt von „Im Versteck“ von Matthew Griffin:

Seit über sechzig Jahren leben Frank und Wendell zusammen. Nach außen hin als Brüder, denn das Versteckspiel ist ihnen längst in Fleisch und Blut übergegangen. Nach dem Ende seiner Militärzeit war Frank irgendwann in Wendells Laden aufgetaucht. Von da an kam er jeden Tag wieder. Wie flirtet man mit einem Mann? In den 1940er Jahren wusste man das nicht so genau. Doch die beiden kommen sich näher und suchen sich schließlich ein Häuschen, weit abgelegen von jeder Nachbarschaft. Niemand darf es betreten, um ihnen nicht „auf die Schliche“ zu kommen. Nicht einmal zur Beerdigung von Franks Mutter darf Wendell ihn begleiten.
Als Frank eines Morgens zwischen seinen Tomatenstauden zusammenbricht, wird ihre Freundschaft auf die Probe gestellt. Wendell kümmert sich liebevoll um Frank. Aber der wird immer schrulliger, will nicht essen, eigentlich gar nicht mehr das Bett verlassen. Das Häuschen verkommt, denn fürs Putzen ist Frank zuständig. Wendell denkt zurück an die Anfänge ihrer Beziehung: an den starken jungen Frank, am ganzen Körper tätowiert, und an ihr gemeinsames Leben.
Mit zurückgenommener, ungemein eindringlicher Sprache erzählt Matthew Griffin von dieser lebenslangen Liebe. Emanzipation, Schwulendiscos und CSD-Paraden haben für Frank und Wendell nie eine Rolle gespielt. Ihr Leben fand fern jeder menschlichen Gesellschaft statt. Und deshalb sind sich beide das „Ein und Alles“, so stur, verbockt, schrullig und zärtlich, wie alte Männer nun einmal sind. Ein Kammerspiel ohne jeden Anflug von Kitsch, ein unvergessliches Buch.

Kritiker zu „Im Versteck“ von Matthew Griffin:

Christian Knuth (rik): „…ein tragischer, grotesker, trauriger und komischer Roman, dessen Qualitäten sich schnell herumgesprochen haben.“
Carsten Moll (queer): „Aber auch wenn Griffins Prosa, die an den Schauerromanen des Southern Gothic geschult zu sein scheint, sich lustvoll dem Morbiden hingibt und dabei selbst vor drastischen Details nicht zurückschreckt, trägt „Im Versteck“ eine große Zärtlichkeit in sich.



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