Madeline Miller „Das Lied des Achill“

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Madeline Miller "Das Lied des Achill"Berlin Verlag 2013 | Taschenbuch
380 Seiten | 9,99 €
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Klappentext
Der junge Prinz Patroklos wird ins Exil nach Phthia geschickt, wo er gemeinsam mit Achill aufwächst, dem Sohn des Königs Peleus. Zwischen den Jungen entwickelt sich eine zarte Liebe. Seite an Seite wachsen die beiden zu Männern heran. Ihr Friede wird jedoch jäh zerstört, als Paris Helena aus Sparta entführt und sich die Männer Griechenlands zum Kampf gegen Troja versammeln. Achill schließt sich ihnen an; Patroklos, zwischen Angst und Liebe hin- und hergerissen, folgt ihm in den Krieg – nicht ahnend, dass er das Schicksal seines Freundes in die Hände der Götter geben muss.
(Empfehlung der „Männer“ 2/13 und der „Blu“ 5/2014)


Gerds Meinung
Ich habe nach dem Lesen dieses Buches keine Lust, mich über gute oder schlechte Übersetzungen auszulassen. Ob es nun Gewittersturm oder nur Gewitter heißen muss … geschenkt. Der Roman hat mir einfach zu gut gefallen, als dass ich ihn nun damit kaputtreden möchte. Warum? Die Geschichte ist ja bekannt und die Autorin weicht auch nicht vom antiken Stoff ab. Sie erzählt ihn nur aus einer anderen, bisher nicht eingenommenen Perspektive, aus der des Patroklos. Mir hat besonders gefallen, dass Miller die Liebe der beiden Protagonisten ins Zentrum ihrer Erzählung stellt. Wie liebevoll die beiden miteinander umgehen, dass sie sich nie in Frage stellen, dass sie füreinander sorgen und dass sie nicht zornig auf den anderen sein können. Achill steht im Brennpunkt der Aufmerksamkeit. Durch die Augen des Patroklos wird er sehr differenziert und liebevoll geschildert. Und ohne Patroklos hätte er nicht das werden können, was aus ihm geworde ist: ein strahlender Held, an den man sich heute noch erinnert. Aus der Zuneigung zueinander ziehen sowohl Achill als auch Patroklos eine Kraft, die beide über sich hinaus wachsen lässt. Ihre unendliche Liebe schließlich führt folgerichtig auch zum aus der Legende bekannten Ende. Zum Tode Patroklos‘, der Achills Platz auf dem Schlachtfeld eingenommen hat, zum Furor Achills, der den Tod seines Geliebten rächt, und zu Achills Vernachlässigung des eigenen Schutzes, die ihm seinen Tod bringt. So wie Achill immer für die Sicherheit des Patroklos einstand, so sorgte Patroklos im Leben immer dafür, dass Achill sein Schicksal tragen kann, und so kämpft selbst der Geist des Patroklos noch um das Andenken an seinen Geliebten. Dafür, dass er nicht nur als mordende Kampfmaschine in Erinnerung bleibt, sondern auch als Liebender und liebenswürdiger junger Mann, der schön war, gut singen konnte, der an das Gute im Menschen glaubte, der warmherzig und hilfsbereit war und nicht grundlos hassen konnte. Am Ende überzeugt Patroklos sogar die Göttin Thetis, Achills Mutter, davon, ihren Sohn in seiner Menschlichleit zu ehren, seine ganze Persönlichkeit anzuerkennen und zu respektieren. Und so können wir gewiss sein, dass die beiden großen Liebenden dieses Romans am Ende doch wieder vereint sind. Bis in alle Ewigkeit. – Tränen, Ende. Ich kann das Buch nur empfehlen.



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