Kenneth Mackenzie „Was sie begehren“

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Buch des Monats Februar 2015
Hanser 2014 | Gebundenes Buch
352 Seiten | 21,90 €
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Klappentext
Charles Fox ist fünfzehn, als er dem Paradies entrissen wird. Er wuchs in Australien umgeben von unberührtem Buschland auf, doch nun beginnt sein neues Leben in einem Internat, wo Knaben zu Männern geformt werden sollen. Die Mitschüler drangsalieren ihn, Freundschaft findet er ausgerechnet bei einem Lehrer, der sich erotisch zu ihm hingezogen fühlt. Als er in den Ferien endlich wieder in die geliebte Natur eintaucht und der gleichaltrigen Margaret begegnet, spürt Charles zum ersten Mal ein großes, ungekanntes Verlangen. „Was sie begehren“ ist ein Roman der ersten Liebe, der unvergleichlichen Intensität der Jugend. Als er 1937 erschien, wurde er zu einer Sensation. Jetzt endlich liegt er auf Deutsch vor.
(Empfehlung: „blu“ 8/14 | „Eisenherz“ 12/14 | „Weyermann“ 02/15 | „Männer“ 03/15)


Bens Meinung:
Einen Roman „schön“ zu nennen ist normalerweise ein mindestens ambivalentes Urteil, aber für diesen 1937 erschienenen Roman des Australiers Kenneth Mackenzie trifft das Wort den Kern: ein wirklich schöner Roman. Die elegante Sprache, die poetischen und doch genauen Naturbeschreibungen und die eindringliche Intensität, die auch aus der gelungenen Übersetzung von Viola Siegemund strahlen, schlagen einen sofort in ihren Bann.
Der 15-jährige Charles Fox ist auf dem Land aufgewachsen, seine Mutter ist seine engste Vertraute. Die Einsamkeit des Lebens auf der abgelegenen Farm kommt Charles‘ Naturell entgegen – umso größer der Schock, als er in ein Internat geschickt wird, wo er sich nur mühsam in den ihm völlig fremden Gemeinschaftsstrukturen zurecht findet. Freunde findet er keine, wenn man von der Zuneigung eines Lehrers absieht, der sich zu Charles hingezogen fühlt und dem er mit Bewunderung und Respekt begegnet.
Die Wende bringen die ersten Ferien, in denen er zu Hause der gleichaltrigen Margaret begegnet. Die beiden verlieben sich ineinander, ohne zu wissen wie ihnen geschieht. Die neuen Gefühle einzuordnen und zu verstehen fällt schwer, die veränderten Beziehungen zur eigenen Familie, die Einsamkeit und Sehnsucht nach dem geliebten Menschen – all diese unbekannten, ungewohnten und verwirrenden Entwicklungen fordern neben dem Schulalltag den nachdenklichen und introvertierten Charles heraus.
Ein sehr empfehlenswerter Roman über die erste Liebe und die Intensität der Jugend, der nicht an der Oberfläche bleibt sondern die Seelenlandschaft der Protagonisten mit allen ihren Widersprüchen und Schönheiten durchstreift.



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