Jean-Baptiste Del Amo „Die Erziehung“

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Buch des Monats August 2014
„Prix Goncourt“ 2009 für den besten Debütroman

Btb 2013 | Taschenbuch
415 Seiten | 9,99 €
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Klappentext
Paris, 1760. Gaspard, Sohn eines Schweinebauern aus Quimper, kommt aus der Provinz in die Metropole. Sein Ziel: der gesellschaftliche Aufstieg. Er versucht sein Glück als Flussarbeiter, Perückenmacherlehrling und Strichjunge im Bordell. Als er den Grafen Etienne de V. kennenlernt, von dessen Körper und Persönlichkeit er besessen ist, steigen seine Ambitionen. Er liebäugelt mit dem Adel. Um dazuzugehören ist er bereit, seine eigenen Gefühle zu unterdrücken. Indem er adelige Herren, die ihn als heimlichen Liebhaber unterhalten, blendet und ausnützt, gelingt ihm tatsächlich der Aufstieg an die Spitze der Gesellschaft. Der Preis dafür ist eine innere Leere, die ihn schließlich in den Tod treibt.
(Bestsellerliste der Schwulen Buchläden 5/2014)


Literatunten-Meinung
Das Buch hat am 27. August 2014 zu einer lebhaften Diskussion unter den Anwesenden beim Literatunten-Treffen geführt. Einige der Leser waren nicht sonderlich angetan, andere lobten die Schrift sehr. Vielen missfiel, dass sich der Autor immer und immer wieder mit dem Schmutz und den Gestank in Paris befasste. Andere verstanden das als Metapher für den Zustand der Gesellschaft und als Widerspiegelung der Realität. Eine interessante Sichtweise ergab sich im Zusammenhang mit einem Bibelzitat: „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne, und nähme an seiner Seele Schaden?“ (Lukas 9/25) Denn der Protagonist des Romans gewinnt Reichtum und gesellschaftlichen Stand – und dafür prostituiert er sich, erpesst, verrät, quält… Insgesamt kein einfaches Buch, über das sich gut streiten lässt. Dem einen wird es gefallen, dem anderen wohl eher nicht.


Gerds Meinung
Ich gebe gleich zu Anfang zu, dass ich zu denen gehöre, denen das Buch nicht gefallen hat. Mir waren die ständigen Wiederholungen der Schmutz- und Gestankbeschreibungen denn doch zu viel. Ja, es stinkt und ist schmutzig – ich hatte es bereits bei der zweiten Widerholung verstanden. Wenn die Realität nicht schön ist, kann man sie auch unschön schildern. Trotzdem kann ein Buch gut sein, weil es einen fesselt, weil die Sprache spannend ist, weil der Text als solcher schön ist, obwohl er Hässliches beschreibt. Dieser Text hat dies aus meiner Sicht nicht vermocht.



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