Jan Brandt “Gegen die Welt”

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 Jan Brandt “Gegen die Welt”Dumont 2011 | gebundenes Buch
927 Seiten | 22,99 €
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Klappentext
Ein Dorf in Ostfriesland, Kühe grasen auf den Wiesen, ab und zu zerreißt der Lärm eines Tieffliegers die Stille. Hinter den getrimmten Tujenhecken des Neubauviertels blühen die Blumen, in den Auffahrten glänzen frisch gewachste Neuwagen.
In diese Welt wird Mitte der Siebzigerjahre Daniel Kuper, Spross einer Drogistendynastie, hineingeboren. Ein schmächtiger, verschlossener Junge mit viel zu viel Fantasie und zu wenigen Möglichkeiten. Doch bald geschehen seltsame Dinge: Mitten im Sommer kommt es zu heftigem Schneefall, ein Kornkreis entsteht, ein Schüler stellt sich auf die Bahngleise, Hakenkreuze tauchen an den Hauswänden auf. Für all das wird Daniel Kuper verantwortlich gemacht. Und je mehr er versucht, die Vorwürfe zu entkräften, desto stärker verstrickt er sich in ihnen. Daniel Kuper beginnt einen Kampf gegen das Dorf und seine Bewohner. Sie sind es, gegen die er aufbegehrt, und sie sind es, gegen die er am Ende verliert.
Gegen die Welt ist ein großer deutscher Roman: über die Wende in Westdeutschland, über Popkultur in der Provinz und über Freundschaften, die nie zu Ende gehen.
[Anmerkung der Literatunten: Einer der Freunde ist schwul und erzählt die ganze Geschichte noch einmal aus seiner Sicht.]


Kritikermeinungen
Christoph Schröder(SZ)
lobt das Romandebüt Brandts als kühn: er sei zwar nicht rundum gelungen, aber eben doch so gut, dass er seine Platzierung auf der Longlist des Deutschen Buchpreises sehr verdient habe.
Edo Reents (F. A. Z.)
vergleicht „Gegen die Welt“ mit Werken Dostojewskis, Johnsons, Frank Schulz‘, Thomas Manns. Besonders die geschickte Verknüpfung der Motive habe es ihm angetan, runde sie doch die Welt des gelungenen Romans.
Ulrich Gutmair (taz)
nennt den Roman einen kurzweiligen „Gegenentwurf zur üblichen Distanzierungsliteratur“ und meint, hier sei einem Autoren mal eine richtig gute Überraschung gelungen.
Marten Hahn (Frankfurter Rundschau)
meint, dass die Nominierung zum Deutschen Buchpreis für diesen Roman völllig in Ordnung gehe, entfalte Brandt hier doch ein groß angelegtes, perspektivisches Feuerwerk, pflege einen fesselnden Stil und lasse einen, habe man erst einmal die Lektüre begonnen, nicht mehr los.
Jutta Person (Die Zeit)
dagegen findet den Roman ziemlich retro, der Ton sei monoton, der Plot zu lang.
Sönke Wortmann:
„Ein tollkühner Roman über Freundschaft und Verrat. Rebellisch und bewegend, wahnsinnig und witzig. Großes Kino.“



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