James Hanley „Fearon“

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Arco 2015 | Gebundenes Buch
268 Seiten | 24,00 €
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Klappentext
Als Tagträumer in der Schule sehnt sich Arthur Fearon, aus der bedrückenden Enge seiner Herkunft aus einer Hafenarbeiterfamilie auszubrechen, nach Bildung, danach Drogist zu werden. Aber sein Vater setzt diesen Träumen ein jähes Ende: Sein erster Tag als halbwüchsiger Hafenarbeiter in den Docks von Liverpool wird zu einer brutalen, erniedrigenden Erfahrung. (Das übliche Aufnahmeritual unter den Hafen-Jungs erfordert heruntergelassene Hosen. d. A.) Seinen Eltern kann Fearon seine Nöte nicht mitteilen. Die verzweifelte Flucht als Blinder Passagier auf ein Handelsschiff liefert ihn einer feindseligen Erwachsenenwelt gnadenlos aus. (Und auch hier kommt er mit der „echten“ Männerwelt in Konflikt; bleibt einfach nur ein Bengel, mit dem sich so mancher gern die einsamen Nächte vertreiben würde.) Nachdem James Hanleys grandioser Roman – Originaltitel „Boy“ – 1932 in der für skandalöse Erotika – wie später Nabokovs „Lolita“ – berüchtigten Pariser Obelisk Press erschienen war, schlug eine alarmierte, prüde britische Öffentlichkeit zurück. Anstoß erregt hatte eine halbnackte Bordelltänzerin auf dem Umschlag und die schonungslose Darstellung menschlicher Abgründe und sexueller Phantasien von Erwachsenen. Derart skandalisiert, verschwand James Hanleys wichtigster Beitrag zur Weltliteratur nicht einfach nur in der Versenkung, sondern wurde in England sogar öffentlich verbrannt. Gleichzeitig gefeiert und verteidigt von Schriftstellerkollegen wie William Faulkner, E. M. Forster und John Cowper Powys, bis hin zu Henry Miller, Henry Green und Anthony Burgess, ist ein langes unterdrücktes Kultbuch endlich erstmals auf Deutsch zu lesen – für Nick Horny „eins der düstersten Bücher, die je geschrieben wurden“.
(Empfehlung: „Männer“ 4/15)


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