Georges-Arthur Goldschmidt „Ein Wiederkommen“


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Georges-Arthur Goldschmidt "Ein Wiederkommen"S. Fischer 2012 | gebundenes Buch
192 Seiten | 18,99 €
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Klappentext
Paris ist seine neue Heimat. Endlich das Gefühl, aufgenommen zu sein. Aber vergessen hat Arthur Kellerlicht nichts: Erst zehnjährig wird er des Landes verwiesen, verurteilt, weil er als Jude geboren ist. Rettung findet er in einem Internat in den Savoyen, wo die Züchtigung zum Alltag gehört. Und weil sich der Heranwachsende des Lebens unwürdig fühlt, ist es nur richtig, dass er bestraft wird: für das Lesen unerlaubter Bücher, für das Entdecken des eigenen Körpers, ganz einfach dafür, dass es ihn gibt, dass er überlebt hat. Kein Schreiben ist so existenziell wie das von Georges-Arthur Goldschmidt. Seine Romane und Essays sind einer der schönsten Existenzbeweise.


Anmerkung
Etwas verschämt wird im Klappentext verschwiegen, dass der Protagonist der Erzählung deutlich passiv-homosexuelle und masochistische Gelüste hat und sich auch deswegen „des Lebens unwürdig“ fühlt.

Kritikermeinungen
Hans-Jürgen Heinrichs (Die Zeit)
spürt, wie dicht beineinander „die Poesie, das Grauen und die Rettung“ in dieser Erzählung liegen.
Dina Netz (Deutschlandradio Kultur)
findet „ein eindrückliches Stück Literatur und ein historisches Dokument“, die „Dokumentation einer seelischen Selbstentfremdung“.
Till Briegleb (SZ)
wird von diesem Rückblick auf die schlimmen Jahre im Waisenhaus regelrecht in den Bann geschlagen.
Cornelia Geißler (Frankfurter Rundschau)
ist angetan von dieser Erzählung über „Scham und Schande, Hoffnung und Heimatsuche“.
Herta Müller
bewundert die präzise Sprache Goldschmidts und ist an eigene Prägungen und Erlebnisse erinnert.
Samuel Moser (NZZ)
ist beglückt von Goldschmidts Fähigkeit, aus Kleinigkeiten eine ganze Biografie zu schaffen, kann jedoch die niederschmetternden Erfahrungen des Protagonisten kaum ertragen.
Nicole Henneberg (Tagesspiegel)
liest gespannt von der zweiten Flucht Arthur Kellerlichts und von seiner stolzen Beharrlichkeit.

Gerds Meinung
Es ist wirklich nicht leicht zu ertragen, wie sich Arthur Kellerlicht immer wieder seine Minderwertigkeit herleitet, sich in ihr einrichtet, sich für seine Herkunft und seine Empfindungen bestrafen lassen will. Und doch fasziniert die Erzählung, weil sie tiefe Einblicke gibt in die Seelenlage eines einsamen Menschen.


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