Friedrich Dönhoff „Ein gutes Leben ist die beste Antwort“


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Diogenes 2014 | Leinen
176 Seiten | 19,90 €
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Klappentext
Jerry Rosenstein, 86, ist einer, der sich nicht unterkriegen ließ, weder als Jude in Europa noch als Homosexueller in Amerika. Er hat Auschwitz überlebt – und sich später finanzielle, sexuelle und geistige Freiheit erkämpft. Mit dem 40 Jahre jüngeren Friedrich Dönhoff macht er eine Reise auf den Spuren der Vergangenheit.
(Empfehlung: „blu“ 8/14 | „Eisenherz“ 10/14, 11/14 & 12/14 | „Männer“ 11/14 | „Weyermann“ 11/14)


Gerds Meinung
Jerry Rosenstein hat mich sehr beeindruckt. Er hat Grauenvolles erlebt – und er hat es überlebt. Zum Glück kann man sagen, denn so kann er darüber berichten. Und er berichtet darüber ohne Bitterkeit mit einer strikten und stringenten Meinung. Er will nicht Rache, er will Gerechtigkeit. Jerry Rosenstein hat sich nicht verbiegen lassen. Er ist seinen Weg gegangen. Aufrecht und stark. Er hat seinen Frieden gemacht – nicht mit den Tätern, aber mit dem Land, das ihm einst so viel angetan hat. Ich weiß nicht, ob ich diese Kraft gehabt hätte und dabei doch so sanft geblieben wäre.
In Friedrich Dönhoff hat er einen Begleiter gefunden, der dieser Persönlichkeit gerecht wird. Dönhoff schreibt einfühlsam, unaufgeregt, angemessen. Einen guten, ausgefeilten Stil. Das tut gut, macht den Text rund.
Leider weckt der Klappentext unnötigerweise Erwartungen, die das Buch so nicht hält. Wenn da geschrieben steht: „…weder als Jude in Europa noch als Homosexueller in Amerika…“, dann erweckt das den Eindruck, dass beide Aspekte in gleichem Maße eine Rolle spielen. Das tun sie nicht. Der Schwerpunkt liegt sehr deutlich bei den Erlebnissen in Nazi-Deutschland und deren Verarbeitung. Das Leben als Schwuler in Amerika spielt im Buch eine eher kleine Nebenrolle. Das ist auch angemessen so. Das Buch ist gut so wie es ist.



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