Eric Ritter „Michael“

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Frankfurter Literaturverlag 2011 | gebunden
336 Seiten | neu 19,80 €
Das Buch wird von den Bezugsquellen, auf die hier ülicherweise verwiesen wird, nicht gehandelt.


Klappentext
Der Autor gibt sehr anschaulich, stellenweise nahezu protokollartig, Einblicke in Michaels schicksalhaftes Leben.
Der Leser ist Zeuge, wie er sich in einen gleichaltrigen jungen Mann verliebt, der nicht die einzige Liebe seines Lebens bleibt. In seinen besten Mannesjahren erfährt Michael Sex und Liebe verschiedenster Art. Seine Erfahrungen enden in Enttäuschungen, so dass er jahrelang keine Versuche mehr unternimmt, einen Freund fürs Leben zu finden, bis er als alter Mann dann doch an eine mögliche Männerliebe glaubt, als sich ein junger Mann sehr um ihn bemüht.
In den Jahren der weitgehend erotischen Abstinenz setzt er seine Energie erfolgreich in seinem beruflichen Arbeitsfeld ein und macht dort als Nichtgeouteter die Erfahrung, wie seine Umwelt zur Homosexualität steht. Hier wird er oft an seine Schulzeit erinnert, als seine damaligen Lehrer offensichtlich schon seine Veranlagung vermuteten.
Der Leser erfährt letztlich an Michaels Lebenslauf, wie zu unterschiedlichen Zeiten Homosexualität verboten, dann partiell geduldet war und schließlich die rechtliche Akzeptanz durch das Gesetz erhielt. Wie weit hiermit auch schon eine Anerkennung gleichgeschlechtlicher Liebe in der Gesellschaft erfolgt, wird sich, so meint der Verfasser, erst in der Zukunft zeigen.


Gerds Meinung
Das Buch ist einfach genau so wie der Klappentext: unsagbar schlecht. Hätte sich der Autor, statt sich in „weitgehend erotischer Abstinenz“ (s. o.) zu üben, sich in weitgehend literarischer Abstinenz geübt, hätte er sich viel Häme und mir diesen Artikel erspart. Einen Satz als Beispiel, wie man jede Atmosphäre und somit jegliche literarische Qualität zunichte machen kann: „Er musste jetzt ganz schnell an etwas ganz Anderes denken, an etwas Grausames, Schreckliches, Ekliges, damit seine Erregung, die langsam an seinem Glied ablesbar war, schnell zurückging.“ Warum dachte er nicht einfach an dieses Buch?
Wer einen ausführlicheren Verriss lesen möchte: Holger Doetsch hat sich im Oktober 2013 auf queerpride.de ausführlich mit dem Buch beschäftigt.



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