Daniel Kehlmann „F“

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Daniel Kehlmann "F"Rowohlt 2013 | gebundenes Buch
384 Seiten | 22,95 €
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Klappentext:
„Jahre später, sie waren längst erwachsen und ein jeder verstrickt in sein eigenes Unglück, wusste keiner von Arthur Friedlands Söhnen mehr, wessen Idee es eigentlich gewesen war, an jenem Nachmittag zum Hypnotiseur zu gehen.“
Mit diesem Satz fängt er an, Daniel Kehlmanns Roman über drei Brüder, die auf je eigene Weise Heuchler, Betrüger, Fälscher sind. Sie haben sich eingerichtet in ihrem Leben, doch plötzlich klafft ein Abgrund auf. Ein Augenblick der Unaufmerksamkeit, ein winziger Zufall, ein falscher Schritt, und was gespenstischer Albtraum schien, wird wahr.
Es ist der Sommer vor der Wirtschaftskrise. Martin, katholischer Priester ohne Glauben, übergewichtig, weil immer hungrig, trifft sich mit seinem Halbbruder Eric zum Essen. Der hochverschuldete, mit einem Bein im Gefängnis stehende Finanzberater hat unheimliche Visionen, teilt davon jedoch keinem etwas mit. Schattenhafte Männer, sogar zwei Kinder warnen ihn vor etwas, nur: Diese Warnungen gelten gar nicht ihm. Gemeint ist sein Zwillingsbruder Iwan, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht. Dieser ist homosexuell. Er wird Maler, ist talentiert, aber durchschnittlich. Zu seiner eigentlichen Berufung findet er, als er dem ebenfalls nur mittelmäßigen Maler Heinrich Eulenböck eine Künstlerbiografie andichtet. Jede von Daniel Kehlmanns Figuren geht einen anderen Weg und jede scheitert auf seine eigene Art.
Daniel Kehlmanns Roman über Lüge und Wahrheit, über Familie, Fälschung und die Kraft der Fiktion ist ein virtuoses Kunstwerk vielschichtig, geheimnisvoll und kühn.


Gerds Meinung
Die gleichen Ereignisse werden in diesem Roman mehrfach beschrieben. Immer aus der Sicht eines der drei Brüder. So erscheinen Begebenheiten mal aus dieser, mal aus jener Pespektive. Scheinen sie in einem Moment noch völlig unterschiedliche Vorkommnisse zu sein, so finden sie sich in der nächsten Sekunde. Und man begreift: das habe ich doch von dem andern schon gehört. Und dann driften sie gleich darauf wieder voneinander weg. Jeder der drei Brüder hat auch seinen eigenen Erzählstil. Es scheint fast, als hätte Kehlmann da mit zwei ungenannten Koautoren geschrieben. Das bringt Dynamik ins Buch, regt zum Nachdenken an: Was ist die Wirklichkeit … für mich … für andere?
Gut geschrieben ist der Roman, eindeutig lesenswert. Nur: ein schwules Buch ist das nicht, auch wenn der eine Bruder schwul ist. Nur spielt das letztendlich keine Rolle.



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